Die Kommunalwahl 2026 in Bayern ist nun Geschichte. Dies bietet Anlass für ein kurzes Resümee.
Zunächst möchten wir uns an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bei allen unseren Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Unzählige gute Gespräche an Infoständen sowie viele spontane und angenehme Begegnungen beim Plakatieren waren für uns eine große Motivation.
Wie schon in vergangenen Wahlkämpfen wurden erneut über 50 % unserer Plakate kurz nach dem Aufhängen zerstört. Offensichtlich verfügen die Täter über ein fragwürdiges Verständnis von Demokratie und politischem Wettbewerb. Geschenkt: Wenn dieses antidemokratischen Vandalismus Wahlergebnisse wie jene vom 8. März hervorbringt, bleiben wir gelassen.
Wahl zum Stadtrat
Betrachtet man lediglich die Rangfolge der Parteien nach Prozentwerten, so scheint sich im Vergleich zu 2020 wenig verändert zu haben. Dies würde allerdings zu kurz greifen, denn die Veränderungen sind erheblich.
Während die CSU ihr Ergebnis leicht verbessern konnte, setzt sich der Niedergang der SPD ungebremst fort. Mit OB-Kandidat Nasser Ahmed erzielte sie ihr schlechtestes Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Partei, die die Stadtpolitik über Jahrzehnte geprägt hat, kommt nur noch auf 13 Sitze – 2014 waren es noch 32.
Auch die Grünen mussten deutliche Verluste hinnehmen. Unter der blassen Spitzenkandidatin Walthelm sank die Zahl der Sitze von 14 auf zehn.
Unsere Partei konnte – mit OB-Kandidat Roland Hübscher an der Spitze – die Zahl ihrer Sitze im Stadtrat im Vergleich zur Wahl 2020 verdoppeln und ist nun mit acht Mandaten vertreten. Ein tolles Ergebnis, über das wir uns riesig freuen.
Wahl des Oberbürgermeisters
Das Ergebnis der Stichwahl vom 22. März war nach der ersten Runde zwei Wochen zuvor keine große Überraschung. Markus König (CSU) bleibt für die kommenden sechs Jahre Oberbürgermeister unserer Stadt.
Die kommenden sechs Jahre
Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich an der Zusammenarbeit zwischen CSU und SPD im Stadtrat nichts ändern. Der aktuelle Fraktionsvorsitzende der CSU scheint Ambitionen auf das Amt des zweiten Bürgermeisters mit dem Schwerpunkt Mobilität zu haben. Bleibt das Amt des dritten Bürgermeisters für die SPD. Die deutsche Sozialdemokratie hat in den letzten Jahren Erfahrungen mit bitteren Niederlagen sammeln können und nicht selten scheint der gescheiterte „Spitzenkandidat“ mit einem Amt als Trostpflaster belohnt zu werden. Der weitere Verlust von fünf Ratssitzen für die SPD könnte für Nasser Ahmed also durchaus bis ins Amtszimmer des Dritten Bürgermeisters führen.
Sechs spannende Jahre liegen vor uns. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen, Anregungen oder Anliegen haben – oder besuchen Sie uns im Rathaus.